Wie sollten Vinylböden in einer Materialliste angegeben werden?

Vinylbodenbeläge (2)

Ein Artikel aus dem Bereich Vinylbodenbeläge muss eine Artikel-ID, eine Produktklassifizierung, Abmessungen, Angaben zur Nutzschicht oder zum Aufbau, die Verlegungsart sowie die geltende Leistungsnorm enthalten, die als separate Felder aufgeführt werden und nicht in einer vagen Beschreibung zusammengefasst werden dürfen.

Ich habe Jahre in der Produktion verbracht und beobachtet, wie fertige Rollen und Dielen mit einem beigefügten Datenblatt das Werk verlassen, und ich kann Ihnen versichern: Die Materialliste ist der eigentliche Vertrag. Die Zeichnungen zeigen, wo der Boden verlegt wird. Die Materialliste sagt dem Bauunternehmer, um welchen Bodenbelag es sich tatsächlich handelt. Wenn ich eine Bestellung erhalte, in der lediglich „Vinyl-Dielen, gewerbliche Qualität“ steht, weiß ich, dass ein Problem bevorsteht, denn dieser Begriff sagt mir nichts über die Konstruktion, die Nutzschicht oder die Verlegungsmethode aus. Eine vage Position spart keine Zeit, sondern verlagert die Verwirrung lediglich weiter nach unten zum Auftragnehmer, der dann eine Anfrage (RFI) stellt oder – schlimmer noch – das falsche Produkt verlegt und erst dann merkt, dass es unter Rollbelastungen oder Feuchtigkeit versagt. Dieser Leitfaden richtet sich an Architekten, Innenarchitekten, Generalunternehmer, Kalkulatoren und Facility-Manager, die darauf angewiesen sind, dass die Materialliste vom Tag der Ausschreibung bis zur Endabnahme Bestand hat. Ich beginne mit den Pflichtfeldern der Materialliste und gehe anschließend auf die Klassifizierung, die Normpositionen und die Fehler ein, die den größten Nacharbeitsaufwand verursachen.

Lassen Sie mich dort beginnen, wo die meisten Leser eigentlich beginnen möchten: Was kommt in die Reihe?

Was sollte ein Materialverzeichnis für Vinylbodenbeläge enthalten?

Eine vollständige Zeile der Tabelle enthält mindestens folgende Angaben: Abschlussprofil, Produktkategorie, Hersteller, Format, Stärke, Nutzschicht bzw. Aufbau, Verlegungsart, geltende Produktnorm sowie Anmerkungen zu zugelassenen gleichwertigen Produkten.

Die Vollfeldvorlage

Ich habe die folgende Tabelle anhand der Felder erstellt, die von Lastenheftverfassern und Kalkulatoren am häufigsten angefragt werden, sowie anhand der Felder, die ich mir öfter wünschen würde. Nicht jedes Feld trifft auf jedes Produkt zu – darauf gehe ich weiter unten im Abschnitt „Obligatorisch vs. projektspezifisch“ ein –, aber dies ist der vollständige Satz, den Sie in Ihrer Vorlage haben sollten, bevor Sie mit dem Ausfüllen der Zeilen beginnen.

Feld Beispiel-Eintrag
End-Tag FL-01
Produktkategorie Heterogenes LVT
Hersteller [Marke]
Kollektion / Produkt [Name der Sammlung]
Artikelnummer XXX-123
Farbe / Muster [Musterbezeichnung/Code]
Format 9" × 48" lange Diele
Gesamtdicke 3,0 mm
Nutzschicht (falls zutreffend) 0,55 mm
Produktnorm ASTM F1700 oder die entsprechende Norm
Oberfläche Werks-PU/PUR
Kantendetail Rechte Kante
Trägermaterial / Befestigte Unterlage Akustische Begleitung (falls zutreffend)
Einbauverfahren Vollflächiger Klebstoff
Kleber Vom Hersteller zugelassen
Substrat Beton
Feuchtigkeitsbedarf Pro Klebstoff-/Bodenbelagshersteller
Brandverhalten Je nach Projekt/Code-Anforderung
Rutschverhalten Je nach projektspezifischen Anforderungen
VOC / Raumluftqualität FloorScore oder ein gleichwertiges Produkt
Zubehör Übergänge/Basis anpassen
Anmerkungen Siehe Ausführungsplan/Spezifikation

Vorlage für einen Zeitplan für Vinylbodenbeläge

Diese Vorlage deckt die Felder ab. Nun möchte ich Ihnen zeigen, wie eine ausgefüllte Zeile bei verschiedenen Vinyl-Typen tatsächlich aussieht, da sich die Felder je nach dem, was Sie planen, verschieben.

Wie sehen echte Einträge im Zeitplan für Vinylböden aus?

Eine Produktreihe mit LVT für den gewerblichen Bereich, eine Produktreihe mit homogenem Vinyl in Bahnenform und eine Produktreihe mit starrem Kern rufen jeweils unterschiedliche Felder aus der Vorlage ab, da sich Aufbau und Verlegung je nach Produkttyp unterscheiden.

Drei Beispielaufgaben

Meiner Erfahrung nach möchten die meisten Leser einfach etwas, das sie kopieren und anpassen können. Hier sind drei Zeitplanzeilen, die auf echten Produktkategorien basieren und jeweils nur die Felder enthalten, die zutreffen.

Beispiel 1 – LVT für den gewerblichen Bereich
FL-01, heterogenes LVT, Gesamtstärke 3,0 mm, Nutzschicht 0,55 mm, Dielen 9 × 48 Zoll, werkseitige PU-Versiegelung, flächendeckender Kleber, gemäß ASTM F1700, FloorScore-zertifiziert.

Beispiel 2 – Homogenes Vinyl in Plattenform
FL-02, homogene Vinylbahn, Stärke 2,0 mm, Rollenbreite 2 m, werkseitige PUR-Behandlung, vollflächig verklebt, heißverschweißte Nähte, abgerundete Kanten, gemäß ASTM F1913 oder ISO 10581, je nach Anwendbarkeit auf das Produkt.

Beispiel 3 – Starrer Kern
FL-03, Bodenbelag mit starrem Polymerkern, Gesamtstärke 6,0 mm, integrierte Trittschalldämmung, Klickverlegung, gemäß ASTM F3261, projektspezifische Farbe/Produktcode.

Beachten Sie, dass in jedem Beispiel eine andere Produktnorm genannt wird. Das liegt daran, dass Vinylböden keine einheitliche Kategorie bilden. Lassen Sie mich daher erläutern, wie man sie richtig klassifiziert.

Welche Produktklassifizierung für Vinyl sollten Sie verwenden?

Vinylbodenbeläge lassen sich in flexible modulare Vinylbeläge, elastische Bodenbeläge mit festem Kern, Vinylbahnen und VCT unterteilen, wobei jede Produktgruppe einer anderen ASTM- oder ISO-Norm unterliegt.

Zunächst einmal die richtige Kategorie wählen

Ich beobachte diesen Fehler häufig: Ein Designer schreibt „LVT“ und geht davon aus, dass dieses Wort allein die Bauweise beschreibt. In der Praxis sind LVP und LVT jedoch Marketingbegriffe für Format und Optik und keine technische Kategorie für die Bauweise; daher betrachte ich „LVT/LVP ist gleichbedeutend mit flexiblem Bodenbelag“ nicht als Regel. Flexibles modulares Vinyl umfasst LVT/LVP mit Trockenkleberückseite und lose verlegbare LVT/LVP und entspricht der Norm ASTM F1700, die nun auch massive Vinylböden in modularem Format wie Fliesen oder Dielen abdeckt. Elastische Bodenbeläge mit starrem Kern, zu denen Produkte vom Typ SPC und WPC gehören, verwenden einen steiferen Polymerkern mit einer optional angebrachten Unterlagsbahn und entsprechen der Norm ASTM F3261. Vinylbahnen lassen sich in homogene Bodenbeläge unterteilen, bei denen die Farbe die gesamte Dicke durchzieht und die für hygienische Oberflächen sorgen (gemäß ASTM F1913 oder ISO 10581), sowie in heterogene Bodenbeläge, die mehrschichtig und gemustert sind. VCT bildet weiterhin eine eigene Kategorie gemäß ASTM F1066 und wird häufig in kostengünstigen gewerblichen Flurbereichen verlegt, die einer regelmäßigen Pflege bedürfen.

Produktfamilie Bauwesen Maßgebende Norm (typisch)
Flexibles, modulares Vinyl (LVT/LVP) Trockenverlegung oder lose Verlegung ASTM F1700
Elastische Bodenbeläge mit festem Kern Polymerkern, optionale Unterlage ASTM F3261
Vinylbahnen (homogen) Einfarbig durchgefärbt ASTM F1913 / ISO 10581
Vinylbahnen (heterogen) Mehrlagig/bedruckt ASTM F1303
VCT Kompositionskachel ASTM F1066

Sobald die Kategorie korrekt benannt ist, stellt sich als Nächstes die Frage, welche Felder tatsächlich Pflichtfelder sind und welche nur bei bestimmten Projektarten gelten.

Welche Felder im Zeitplan sind Pflichtfelder und welche sind projektspezifisch?

In jeder Zeile der Aufstellung sind die Endbeschichtung, der Produkttyp, die Abmessungen, die Dicke und die Verlegungsart anzugeben. Angaben zu Nutzschicht, akustischen Eigenschaften, Heißverschweißung und IAQ-Zertifizierung sind nur dann zu machen, wenn der Produkttyp oder das Projekt dies erfordert.

Sortieren der Felder nach dem Zeitpunkt, zu dem sie tatsächlich gelten

Ich habe diese Tabelle erstellt, weil mir junge Ausschreibungsautoren immer wieder dieselbe Frage stellen: Was muss ich eigentlich ausfüllen und was ist optional? Die Nutzschicht gilt nur für LVT und heterogene Produkte, nicht für homogene Bodenbeläge, die stattdessen nach Bauweise und Stärke klassifiziert werden. Rutschfestigkeit, IIC/STC, Heißverschweißbarkeit und Flash-Cove sind nur für bestimmte Projektarten von Bedeutung, wie zum Beispiel im Gesundheitswesen oder in mehrstöckigen Wohngebäuden.

Feld Immer einbeziehen? Bei Bedarf
End-Tag Ja Alle Projekte
Produkttyp Ja Alle Projekte
Hersteller/Produkt Normalerweise Projekte zur Festlegung der Planungsgrundlagen
Farbe/Muster Ja Abschluss der Koordination
Abmessungen Ja Fliesen/Dielen/Bahnen
Gesamtdicke Ja Alle Projekte
Verschleißschicht Soweit zutreffend Heterogene/LVT-Produkte
Produktnorm Empfohlen Technische Daten für den gewerblichen Einsatz
Einbauverfahren Ja Alle Projekte
Unterlage/Trägermaterial Falls zutreffend Akustik-/gepolsterte Produkte
Rutschverhalten Projektspezifisch Feuchte oder sicherheitskritische Bereiche
IIC/STC Projektspezifisch Mehrfamilienhäuser/Gastgewerbe
Wärmeschweißen Nur Blatt Gesundheitswesen/Hygienebereiche
Flash Cove Projektspezifisch Gesundheitswesen/Labore
VOC-/Innenraumluftqualitäts-Zertifizierung Projektspezifisch Projekte im Bereich nachhaltiges Bauen

Vorgeschriebene Vinylböden vs. projektspezifische Zeitplanfelder

Einige der projektspezifischen Felder haben einen echten Einfluss auf den Code, daher möchte ich Ihnen nun erläutern, wie man sie korrekt ausfüllt.

Welche Leistungs- und Code-Anforderungen sollten aufgeführt werden?

Für Rutschfestigkeit, Brandschutzklasse, Schallschutzleistung und Zertifizierung der Raumluftqualität müssen jeweils das Prüfverfahren und die Abnahmekriterien namentlich genannt werden; eine allgemeine Angabe wie „entspricht den Vorschriften“ reicht nicht aus.

Diese Felder so ausfüllen, dass sie einer Überprüfung standhalten

Ich habe erlebt, dass Projekte bei der Prüfung beanstandet wurden, weil im Leistungsverzeichnis „rutschfest“ oder „Klasse I“ ohne weitere Spezifikation angegeben war, und einige dieser Angaben halten einer genaueren Prüfung nicht stand. Was die Rutschfestigkeit betrifft, sollte im Leistungsverzeichnis die Prüfmethode und das Abnahmekriterium angegeben werden, die vom Projekt, der zuständigen Behörde oder dem Bodenbelagshersteller vorgeschrieben sind. Das ADA schreibt vor, dass barrierefreie Bodenbeläge stabil, fest und rutschhemmend sein müssen, doch das Access Board hat klargestellt, dass das ADA keinen universellen Mindestreibungskoeffizienten vorschreibt; daher vermeide ich es, einen festen DCOF-Grenzwert als ADA-Anforderung anzuführen. Was das Brandverhalten betrifft, misst ASTM E648 den kritischen Strahlungsfluss und ordnet Produkte in Klasse I oder Klasse II ein; welche Klasse jedoch gilt, hängt von der Nutzung, den Sprinklerbedingungen und der lokal geltenden Bauordnung ab – nicht von einer pauschalen Regel, dass „Flure Klasse I erfordern“. Auch bei den Schallschutzwerten ist Vorsicht geboten: ASTM E492 und ASTM E90 prüfen eine komplette Boden-Decken-Konstruktion einschließlich der Decken- und Bodenplattenkonfiguration, nicht das Bodenbelagsprodukt für sich allein; daher ist ein IIC-Wert in einem Datenblatt nur dann aussagekräftig, wenn die geprüfte Konstruktion mit Ihrer vergleichbar ist.

Vergleichen Sie die Schallschutzwerte nicht, ohne die getestete Baugruppe zu vergleichen. Der angegebene IIC-Wert eines Bodenbelags gilt nur für die Boden- und Deckenkonfiguration, mit der er geprüft wurde.

Was die Dicke der Nutzschicht betrifft, so sind 20 mil (0,5–0,55 mm) ein gängiger Spezifikationswert für viele gewerbliche LVT-Produkte, jedoch handelt es sich dabei nicht um eine allgemeingültige Mindestanforderung, da die Anforderungen stattdessen der gewählten Produktnorm, der Beanspruchungsklasse und den Herstellerempfehlungen entsprechen sollten. Was die Luftqualität betrifft, können FloorScore- und GREENGUARD Gold-Zertifizierungen die Einreichung von Unterlagen für LEED- und WELL-Zertifizierungen unterstützen oder dazu beitragen; sie sind jedoch nicht automatisch bei jedem ökologischen Bauprojekt vorgeschrieben. Daher prüfe ich den spezifischen Zertifizierungspfad des Projekts, bevor ich sie als verbindlich anführe.

Metrisch Standard So schreibt man es
Rutschfestigkeit Projekt-/AHJ-/herstellerspezifisches Verfahren Geben Sie die verwendete Methode und den Schwellenwert an, nicht einen festen ADA-Wert.
Feuer/Strahlungsfluss ASTM E648 Klasse I oder II gemäß den geltenden Vorschriften und der Nutzungsart
Rauchdichte ASTM E662 Gemäß den örtlichen Bauvorschriften
Akustik (IIC/STC) ASTM E492/E90 Geprüfte Baugruppe, einschließlich Bodenplatte/Decke/Unterlage
Verschleißschicht Gemäß Produktnorm Gemeinsames Niveau, kein allgemeines Minimum
IAQ FloorScore, GREENGUARD Gold Unterstützt möglicherweise LEED/WELL, Projektablauf bestätigen

Ein Teil dieser Angaben gehört in den Zeitplan, aber nicht alles – lassen Sie mich diese Grenze also klar ziehen.

Was sollte in der Spezifikation statt im Anhang stehen?

In der Übersicht sind das Produkt und seine wichtigsten Leistungsdaten aufgeführt. Die vollständige technische Spezifikation enthält Angaben zur Verlegung, zur Untergrundvorbereitung, zur Feuchtigkeitsbekämpfung sowie zu den Garantiebedingungen.

Den Zeitplan übersichtlich gestalten

Ein Materialverzeichnis dient als Hilfsmittel zur schnellen Identifizierung und Koordination, nicht als vollständiges technisches Dokument. Ich halte in dem Verzeichnis Produktbezeichnung, Typ, Farbe, Abmessungen, Stärke, Nutzschicht, Verlegungsart und wichtige Leistungsdaten fest und verweise mittels Kennzeichnung darauf. Alles andere, einschließlich der Kriterien für die Eignung des Untergrunds gemäß ASTM F710, des Feuchtigkeitsprüfverfahrens gemäß ASTM F2170, des Heißschweißverfahrens, der Offene Zeit des Klebstoffs, der Anforderungen an Musterverlegungen und der Gewährleistungsbedingungen, gehört in die Spezifikation für elastische Bodenbeläge der Abteilung 09, auf die die Liste verweist, anstatt sie zu wiederholen. Dadurch bleibt der Anhang bei der Angebotsprüfung auf einen Blick übersichtlich, während die vollständige Spezifikation die Details enthält, die ein Auftragnehmer während der Verlegung benötigt.

Zubehör für Vinylbahnen ist ein Bereich, in dem diese Unterscheidung zwischen Zeitplan und Spezifikation besonders wichtig ist; daher möchte ich im Folgenden darauf eingehen.

Wie sollten Zubehörteile für Vinylbahnen und Übergangsdetails eingeplant werden?

Die Art der Sockelleisten, Übergangsprofile sowie Details zu Heißverschweißung oder Fugenabdeckung sollten in der Aufstellung benannt und mit der Spezifikation für das Verfahren verknüpft werden.

Die letzten Details richtig hinbekommen

Bei der Vorbereitung des Unterbodens und beim Zubehör sehe ich nach der Verlegung die meisten Nacharbeiten, da diese Punkte im Zeitplan selten ausreichend konkret festgelegt werden. Sockelleisten müssen als elastische Gummi- oder Vinylleisten sowie als Hohlkehle oder gerades Profil bezeichnet werden, anstatt es dem Standardbestand des Verlegers zu überlassen. Übergangsprofile zu Teppichboden, Fliesen oder Beton erfordern entsprechende Verweise auf die Zeichnungen, damit Höhe und Material der Leisten vor Ort übereinstimmen. Bei hygienischem Vinylbelag in Gesundheits- oder Laborbereichen müssen die Farbe und der Durchmesser der Schweißstange sowie die Art der Schweißnaht als Identifikationsdaten in der Leistungsbeschreibung aufgeführt werden, wobei auf das Schweißverfahren gemäß der Spezifikation verwiesen werden muss.

Zubehör für Vinylböden, Übergänge, Heißverschweißung, Flash, Hohlkehle

Nachdem die Zubehörteile identifiziert wurden, besteht die letzte Schutzmaßnahme gegen eine Herabstufung des Fußbodens darin, zu kontrollieren, wie Ersatzteile genehmigt werden.

Wie steuert man „oder gleich“-Ersetzungen?

Verlangen Sie vor der Angebotsabgabe Angaben zu gleichwertiger Konstruktion, Nutzschicht oder Stärke, Schall- und Brandschutzklassen sowie Garantiebedingungen und nennen Sie neben den Planungsgrundlagen zwei bis drei vorab zugelassene Hersteller.

Die Lücke schließen, bevor sie entsteht

Eine offen formulierte „oder gleichwertig“-Klausel lädt einen Auftragnehmer dazu ein, das billigste und dennoch technisch geeignete Vinyl zu verwenden. Ich habe erlebt, dass dies bei Projekten, bei denen in den Ausschreibungsunterlagen nicht definiert war, was „gleichwertig“ bedeutet, zu Einbußen bei der Brandschutzklasse, der Schalldämmung und der Haltbarkeit geführt hat. Die Lösung besteht darin, die Gleichwertigkeit vor der Angebotsabgabe schriftlich festzulegen: gleiche Bauart, gleiche Nutzschicht oder Stärke, gleiche Schall- und Brandschutzklassen sowie gleiche Garantiedauer und -bedingungen – nicht nur ein ähnliches Erscheinungsbild. Die Auflistung von zwei bis drei namentlich genannten, vorab zugelassenen Herstellern neben dem als Planungsgrundlage dienenden Produkt bietet Kalkulatoren eine konkrete Auswahl, anhand derer sie ihre Preise kalkulieren können.

Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich noch auf die Fehler hinweisen, die mir in fast jedem Projekt, das auf meinem Schreibtisch landet, immer wieder auffallen.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Planung von Vinylböden?

Die häufigsten Fehler sind die Angabe der Gesamtdicke ohne Nutzschicht, die Einstufung von LVT als Baukategorie, die Anwendung eines festen Rutschwerts auf die ADA-Vorgaben sowie der Vergleich von Schallschutzwerten ohne Überprüfung der getesteten Verlegekonstruktion.

Ein kurzer Realitätscheck, bevor Sie unterschreiben

Abgesehen von den oben genannten Fehlern sehe ich auch Leistungsbeschreibungen, in denen die Produktnormen gänzlich ausgelassen werden, sodass Auftragnehmer raten müssen, welche ASTM- oder ISO-Norm gilt, sowie Leistungsbeschreibungen, in denen Details zu Zubehör und Übergängen in einer Bemerkungsspalte versteckt sind, anstatt ihnen eigene Felder zu widmen. Beides führt zum gleichen Ergebnis: einer Anfrage nach zusätzlichen Informationen mitten im Projekt statt einer klaren Antwort bereits während der Angebotsprüfung.

Nachdem die Fehler markiert wurden, folgt hier die Checkliste, die ich durchgehe, bevor ein Zeichnungssatz zur Ausschreibung geht.

Was sollte auf Ihrer Checkliste für die Spezifikationen vor der Ausgabe stehen?

Bevor Sie Zeichnungen herausgeben, überprüfen Sie bitte die Produktklassifizierung, die Abmessungen, die Nutzschicht bzw. den Aufbau, die Normenverweise, die Verlegemethode, die Rutsch- und Brandschutzklassen in Verbindung mit den entsprechenden Verfahren, die akustischen Eigenschaften der Verlegung, die Details zum Zubehör sowie die Vorschriften für den Austausch von Bauteilen.

Das Zehn-Punkte-Audit

  1. Korrekte Bezeichnung der Produktklasse (flexibel-modular, mit festem Kern, homogene/heterogene Platten, VCT)
  2. Für das Produkt angegebene Nutzschicht oder Bauart
  3. Gesamtdicke und Format werden getrennt von der Nutzschicht angegeben
  4. Bezugene Produktnorm (ASTM F1700, F3261, F1913, F1303, F1066 oder entsprechende ISO-Norm)
  5. Verlegeart wird ausdrücklich angegeben (verklebt, Klickverlegung, lose Verlegung, thermisch verschweißt)
  6. Es handelt sich um ein Verfahren zur Prüfung der Rutschfestigkeit und einen festgelegten Schwellenwert, nicht um einen allgemeinen ADA-Anspruch
  7. Brandschutzklasse (ASTM E648/E662) richtet sich nach den geltenden Vorschriften und der Nutzungsart und wird nicht automatisch durch den Zimmertyp festgelegt
  8. Die angegebenen Schallschutzwerte beziehen sich auf den getesteten Einbaukontext und nicht allein auf das Bodenbelagsprodukt
  9. Zubehörteile, Übergänge und Schweiß-/Hohlkehlendetails, die durch Verweise auf die Spezifikation gekennzeichnet sind
  10. Das Substitutionsprotokoll und die namentlich genannten, genehmigten Entsprechungen sind bestätigt

Checkliste für die Spezifikation vor der Vergabe von Vinylbodenbelägen

Das Durchgehen dieser Liste vor der Ausgabe dauert nur ein paar Minuten länger, erspart aber später wochenlange Anfragen und Nacharbeiten.

Schlussfolgerung

Ein präziser, korrekt klassifizierter Vinyl-Zeitplan schützt das Projekt vor dem Risiko von Materialersatz, Streitigkeiten bezüglich der Bauvorschriften und einem vorzeitigen Versagen des Bodenbelags.


Wenn Sie einen Materialplan erstellen und vor der Ausschreibung eine zweite Meinung zur Klassifizierung, zu den Angaben zur Nutzschicht oder zu den Ersatzformulierungen einholen möchten, schreiben Sie mir bitte eine Nachricht. Ich arbeite täglich mit Architekten und Beschaffungsteams an Spezifikationen für maßgeschneiderte und serienmäßige Vinylbodenbeläge und helfe Ihnen gerne dabei, Lücken zu schließen, bevor sie zu Informationsanfragen (RFIs) führen.